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Alle Mann an Bord.

Segeln lernen in Stuttgart und am Bodensee

Butter bei die Fische und alle Mann an Bord – wir lernen segeln. Sechs Tage haben wir Zeit dafür. Unser Ziel: mit dem Bodensee-Schifferpatent nach Hause zu fahren.

Das ist ein sportliches Programm. Deshalb können wir auf die Launen des Wetters keine Rücksicht nehmen. An den ersten beiden Tagen zeigt sich der Bodensee von seiner wilden Seite. Es gießt aus Kübeln. Dafür ist die Windgeschwindigkeit ideal zum Segeln. Und schlechtes Wetter gibt es eh nicht, nur die falsche Kleidung. Richtig wasserdicht sind unsere Segeloutfits nicht. Das merken wir ziemlich schnell. Von unseren Lehrern Armin und Herbert – beide erfahrene Segler – dürfen wir kein Mitgefühl erwarten. Sie hatten uns am Theoriewochenende in Stuttgart schon verraten, dass Gummistiefel, Ölhöse und -jacke an Bord genauso wenig fehlen dürfen wie die Schwimmweste.

Tapfer nehmen wir also unsere Positionen an Deck ein. Ab jetzt sind wir Steuermänner, Vorschoter, Großschoter, und Warschauhalter – immer im Wechsel. Der Steuermann gibt die Kommandos und leitet Manöver ein. Groß- und Vorschoter bedienen nach seinen Anweisungen Groß- und Vorsegel. Den Warschauhalter brauchen wir für Mann-über-Bord-Übungen, die wir neben Manöverkreisen am laufenden Band proben. 9 Stunden am Tag fahren wir Wenden, Halsen und fischen absichtlich über Bord gegangene Bojen aus dem Wasser. Von 9 Uhr morgens bis 18 Uhr abends. Selbst beim Feierabendbier üben wir noch Knoten oder Kartennavigation.

Geschafft.

Je näher der Tag der praktischen Prüfung kommt, desto routinierter werden wir. Die Windrichtung bestimmen wir im Schlaf, die Kommandos sitzen und sogar das Wetter zeigt sich von seiner besseren Seite. Und so bescheinigt uns auch der Prüfer vom Landratsamt Bodensee am letzten Tag der Praxiswoche, dass wir allesamt seetauglich sind ... aber das Wasser noch nachprüfen wird.

Kontakt Segelschule: Akademische Seglervereinigung Stuttgart I Mühlhäuser Straße 303 I 70378 Stuttgart I www.asvs.de