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Einfach schön: ein Sardinien-Roadtrip.

In 9 Tagen von Nordost nach Nordwest.

Glasklares Wasser, wunderbare Buchten, süße kleine Städte, tolles Wetter: das alles findet man auf Sardinien. Schon letztes Jahr waren wir von einem verlängerten Wochenende im Süden (Cagliari und Umgebung) so begeistert, dass wir unbedingt mehr sehen wollten. Diesen Sommer haben wir deshalb unser Urlaubslager für ein paar Tage im Nordosten, im Osten und im Westen Sardiniens aufgeschlagen.

Mit exzellenten Tipps von sardinienerfahrenen Kollegen, von spannenden Blogeinträgen und einem Reiseführer über Sardinien im Gepäck stand diese Route auf unserem Plan: Olbia (2 Nächte am Anfang, zwei am Ende), Orosei (3 Nächte) und Alghero (2 Nächte). Hier unsere Highlights aus 9 Tagen Norden, Nordosten, Osten und Nordwesten:

Ein Bootstrip von Cala Gonone nach Cala Goloritze.

Schon die Autofahrt nach Cala Gonone könnte nicht sehr viel beeindruckender sein: von Orosei aus schlängelt man sich von hoch oben - in diesem Gebiet Sardiniens ist es hügelig fast bergig - die Serpentinen zur Küste hinunter. Unten angekommen erreicht man das ehemalige Fischerdorf Cala Gonone.

Vom Jachthafen aus starten geführte Bootstouren zu den traumhaften Badebuchten. Alternativ kann man aber auch ein eigenes kleines Motorboot mit immerhin 40 PS mieten und auf eigene Faust losschippern (Kosten: faire 80 Euro pro Boot von 12 Uhr bis 17.30 Uhr). Das Beste: man braucht nicht mal einen Führerschein. Ein Segen, dass die Italiener in manchen Dingen einfach richtig locker sind. 

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Gute Aussichten: Auf dem Weg von Orosei nach Cala Gonone.

 

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Hier hat man die Küste fast für sich allein: Auf dem Mietboot zwischen Cala Gonone und Cala Goloritze.

Die Küstenstraße zwischen Bosa und Alghero.

Einfach atemberaubend: Die Küstenstraße von Bosa nach Alghero zählt für mich zu den schönsten Panoramastraßen, auf denen ich bis jetzt unterwegs war (neben der Great Ocean Road natürlich). Auf 50 Kilometer entlang der Steilküste jagt ein wunderschöner Ausblick den nächsten: zerklüftete Felsvorsprünge, azurblaues klares Wasser und je nach Jahreszeit (wir waren Ende Juni da) ist das Ganze umgeben von prächtig grüner Landschaft. An einigen Stellen führen Trampelpfade runter an fast menschenleere Badebuchten.

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Bosa.

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Drive with a view: Zwischen Bosa und Alghero.

Ausflug zu den Inseln Isola Spargi, Isola Maddalena und Caprera.

Die Inselgruppe vor der Costa Smeralda bietet Sonnenliebhabern und Badenixen eine wunderbare Auswahl an traumhaften Buchten. Von Palau aus (eine Stunde Autofahrt nördlich von Olbia) gelangt man bequem mit der Autofähre, die ca. zweimal pro Stunde ablegt, nach La Maddalena. Von hieraus kann man die Insel mit dem Auto erkunden. Auch auf Caprera führt eine Straße. Die Isola Spargi erreicht man hingegen nur übers Wasser. Auch dafür kann man in Palau einfach ein eigenes kleines Boot mieten (12o Euro pro Tag und Boot) und vor einer der wunderschönen Buchten ankern.

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Einer meiner absoluten Lieblingsausflüge: Bucht vor der Isola Spargi.

Ein Original sardisches Abendessen in einem der Agriturismi.

Man findet die Schilder, die auf Agriturismi hinweisen, einfach nahezu überall. Wahrscheinlich hätte ich sie einfach ignoriert, wenn ich nicht vorher gehört hätte, dass es sich mehr als lohnt, eines zu besuchen. Was ist ein Agriturismo? Ein Agriturimo ist ein Bauernhof, auf dem man Urlaub machen und lecker und landestypisch Abendessen kann. Hier kommt bestes selbstgemachtes Essen auf den Tisch: von den Antipasti, über die Pasta bis hin zum Nachtisch werden die meisten Zutaten selbst angebaut und zubereitet. Wir haben im Agriturismo "Su Birde" bei Orosei gegessen und waren begeistert vom Erlebnis und der Herzlichkeit der Gastgeber (Kosten 30 Euro für vier Gänge inkl. Wein, Wasser und ein Mirto zum Verdauen).

Ein Besuch in Alghero und der Steilküste Capo Caccia.

Die schmucke historische Altstadt lädt mit ihren engen Gassen, süßen kleinen Läden, schnuckeligen Bars zum lecker Essen, gemütlich shoppen und einfach wohlfühlen ein. Von Alghero aus erreicht man auch die beeindruckende Kalkfelsenküste Capo Caccio innerhalb einer dreiviertel Stunde Autofahrt. Hier kann man die über 600 Stufen zur Grotta die Nettuno (kostenlos) hinunter spazieren. Auch wenn man die Grotte nicht unbedingt (Eintritt 13 Euro für Erwachsene) sehen will, sollte man schon allein wegen des Ausblicks von Felsen aufs Meer hinuntersteigen. Ein Ausflug, der sich lohnt!

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Von stattlichen Mauern begrenzt: Blick auf die historische Stadt Alghero im Nordwesten Sardiniens.

 

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Beste Bar in Alghero: Hier gibt's leckeren Wein und gute Snacks wie Parmaschinken, Oliven, Käse dazu.

 

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Capo Caccio: Wunderschöner Ausblick. Wer Lust hat. läuft die Stufen runter bis zur Grotta Nettuno.

 

Olbia - einen Stop wert.

Für ein bis zwei Nächte. Die Hafenstadt eignet sich perfekt als Ausgangspunkt für Ausflüge an die Costa Smeralda. Und auch abends lebt die Stadt im Nordwesten Sardiniens rund um ihre schick herausgeputzte Haupteinkaufsstraße Corso Umberto.

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Auf der Corso Umberto in Olbia.

Unsere Hotels auf der Route:

  • Santa Maria Resort (Località Santa Maria 'E Mare, Orosei, 08028, Italien): 4 Sterne, 222 Euro für drei Nächte im DZ, gutes Hotel, sehr ruhig gelegen mit schickem Pool und reichhaltigem Frühstück, das man sich im Innenhof schmecken lassen kann, es liegt etwas außerhalb von Orosei, man braucht also ein Auto, um ins Zentrum zu gelangen. Saubere Zimmer. Insgesamt gute Preis-/Leistung.
  • Terre Bianche (Via Kennedy 82, Alghero, 07041, Italien): 4 Sterne, 160 Euro für 2 Nächte im DZ, frisch renovierte schicke Zimmer, gut gelegen: in nur 10 Minuten waren wir zu Fuß in der Altstadt, Top-Service, leider gab es nur süße Sachen, Kaffee und Obst zum Frühstück (keine Wurst, kein Käse etc.)
  • Mercure Olbia (Via Puglie, Olbia, 07026, Italien): 4 Sterne, 158 Euro für 2 Nächte im DZ, von außen sieht das Hotel wirklich nicht schön aus, von innen kann es sich sehen lassen, renovierte Zimmer, leckeres Frühstück mit frischem Obst, Wurst und eigentlich allem was man so braucht.
  • Hotel Martini (Via G D'Annunzio 21, 7026, Olbia, Sardinien, Italien): 4 Sterne, 160 Euro für 2 Nächste im DZ, von außen ein Enttäuschung, von innen super, mein Favorit von der Frühstücksauswahl her

 

Was man auf keinen Fall vergessen sollte:

  • den Strandführer "Strände Sardiniens" von Balzano Edizioni: Der Strandführer bringt einen zu den schönsten Stränden und Buchten Sardiniens
  • sein Schnorchel-Equipment

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