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Mingalaba.

Unterwegs in Myanmar – dem früheren Burma oder Birma.

Es ist Februar – Nordostmonsunzeit und einer der besten Monate um Myanmar, das goldene Land Südostasiens, in seiner kühleren und trockenen Zeit kennenzulernen.

Erste Station: Yangon.

Wie viele Besucher Myanmar's starten wir unsere Tour in Yangon. Ein Grund dafür ist, dass die ehemalige Hauptstadt an der Südküste den einzigen internationalen Flughafen des gesamten Landes besitzt. Ein weiterer ist, dass hier die beeindruckende Shewdagon-Pagode steht – eine der wohl berühmtesten Pagoden der Welt und Hauptattraktion in Yangon. Neben Einheimischen, Mönchen pilgern hierher Besucher aus aller Welt.Auch wir spazieren barfuß als zwei der letzten Besucher dieses Tages die Treppen zur Pagode hinauf. Oben angekommen erwartet uns eine imposante Lichtstimmung aus in Kerzenschein und Scheinwerferlicht glänzendem Gold vernebelt von tausenden Räucherstäbchen.

Barbecue in Chinatown

Nach unserem Rundgang treibt uns der Appetit in Richtung Chinatown. Dort probieren wir uns durch das vielfältige Barbecue-Angebot. Von Gemüse, über Fleisch und Fisch in jeglicher Form ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Zum Nachtisch testen wir ein Stück Durian. Durian ist eine landestypische Frucht, die saftig und lecker schmeckt aber wegen Ihres Dithiohalbacetal-Anteils unangenehm riecht.

Neue – oder eher dank westlicher Umweltschutzvorkehrungen ungewohnte – Gerüche erwarten uns auch an der nächsten Station unserer Reise. Mit knapp einer Millionen Einwohnern und gefühlt doppelt so vielen Mopeds ist Mandalay die zweitgrößte Stadt in Myanmar. Wer vorhat länger zu bleiben, sollte sich allerdings seiner Atemwege zuliebe eine Bleibe etwas außerhalb suchen. Nach einer Tagestour zu Pagoden in der Umgebung, ziehen wir deshalb auch weiter.

Auf dem Irawadi.

Kurz vor Einbruch des neuen Tages sind wir auf dem Weg zum Hafen. Den Sonnenaufgang genießen wir an Bord der Fähre, mit der wir auf dem heiligen Fluß Irawadi nach Bagan schippern. Die Fahrt dauert knappe 12 Stunden. Es geht vorbei an Feldern, großen und kleinen, aufwendig und weniger aufwendig verzierten Pagoden, vorbei an Dörfern, aus denen uns die Kinder zuwinken – eine faszinierende Szenerie.

Bagan

Nicht weniger beeindruckend ist das, was uns in Bagan erwartet: ein Meer aus Pagoden soweit man sehen kann – genauer gesagt auf einer Fläche von ungefähr 40 Quadratkilometer. Ausgeschlossen, das alles zu Fuß zu entdecken. Räder und E-Bikes kann man sich aber fast an jeder Ecke ausleihen. Und so ziehen wir los. Ohne Helm – dafür bis zu 30 km/h schnell.

 

Beeilen sollte man sich auch wenn man vor Sonnenuntergang noch einen der begehrten Plätze auf der Shwesandaw-Pagode erhaschen will.

Ngapali-Beach

Unsere letzte große Station, ehe wir von Yangon aus wieder ausreisen, ist Ngapali Beach. Der 90 m lange mit feinem Sand bedeckte Strand zählt zu den schönsten der Westküste. Beste Voraussetzungen, die vielen Eindrücke Revue passieren zu lassen und noch einmal richtig zu entspannen.