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Hello Hongkong.

Nǐ hǎo xiānggǎng

Hongkong – größter Finanzplatz, florierende Millionenstadt und für vier Monate meine Heimat. Ein Semester lang studiere ich an der Hongkong Polytechnic University – genug Zeit, um auch das Hongkonger Treiben zu erkunden.

Bester Ausgangspunkt dafür: der Statue Square auf Hongkong Island – das damalige Zentrum der Kolonialmacht. An die längst vergangene Zeit erinnert heute noch das alte Gerichtsgebäude. Ringsum schießen schicke Luxusstores von Louis, Chanel und Co Richtung Himmel. Shoppen in Hongkong ist zumindest in dieser Lage nichts für erfahrene Schnäppchenjäger wie mich. Höher aber nicht weniger nobel – bepflanzt mit den teuersten Anwesen der Stadt – ragt der Viktoria Peak empor. Mit 552 m Hongkongs bekanntester Berg. Der Peak-Rundweg ist zwar kein Geheimtipp, aber wegen der überragenden Aussicht auf die Stadt wirklich zu empfehlen.

 

 

Mein Apartment auf Zeit – mit Dachterrasse! – liegt in Kowloon. In dem eher chinesisch geprägten Teil der Stadt leben relativ wenige Europäer. Chinesen, Inder, Pakistanis, Thais trifft man hier auf den Straßen. Am Night Market in der Temple Street vermischen sich alle regionaltypischen Essensgerüche zu einem Cocktail. Doch der Straßenbasar ist nicht nur ein kulinarisches Highlight – und Abenteuer zugleich – sondern auch Paradebeispiel für das lebhafte Treiben.

 

 

Erholung von den Menschenmassen bieten die unzähligen Stadtparks. Mein Lieblingspark ist der Kowloon Tsai Park – nur 15 min von meinem Apartment entfernt und mit öffentlichem Schwimmbad. Dort ziehe ich jeden zweiten Morgen mit Badekappe, Schwimmbrille und anderen Schwimmbegeisterten meine Bahnen. Das fühlt sich an wie Urlaub. Laufen oder jede andere Art von Sport unter freiem Himmel kann bei knapp 40 Grad und einer Luftfeuchte von über 80% - zumindest von August bis Oktober - ziemlich schweißtreibend sein.

Da ist die auf 18 Grad klimatisierte Unibibliothek zwischendurch eine willkommene Abwechslung. Aber nicht nur die, sondern auch die vielen Strände und Bademöglichkeiten bieten Abkühlung.

Hier ein paar Tipps:

  • Tai Long Wan Beach: Perfekte Auszeit von der Großstadt. Die anderthalbstündige Wanderung wird mit sensationellen Stränden und atemberaubenden Aussichten belohnt. MTR nach Choi Hung. Exit B nehmen und in den Minibus nach Sai Kung (letzte Station) steigen. Von dort weiter mit dem Taxi nach Pak Tam Au. Ab hier dem ausgeschilderten Wanderweg folgen.
  • Stanley Beach: An der Südküste der Hongkong Island. Mit westlichem Flair. Für alle, die nicht so weit laufen wollen. Bus 6, 6A, 6X, 63, 66, 73, 260, 973
  • Shek O Beach: Unter der Woche ein toller Strand. Am Wochenende leider überlaufen. MTR nach Shau Kei Wan. Von Shau Kei Wan Bus Terminus Bus 9 nehmen, Halt Shek O aussteigen

Nach einem Tag in der Stadt oder am Strand kann man sich hier stärken:

Nha Trang I 88-90 Wellington St, Hongkong I Vietnamesische Küche. Vorreservieren oder früh da sein.
Crystal Jade Wan Chai I 181 Johnston Rd, Hongkong I Kantonesische Küche.
Bombay Dreams I 75 Wyndham St, Hongkong I Indische Küche.

Und noch auf ein Bier hier versacken:

Ned Kelly’s Last Stand: Absolut geiler Laden mit weltklasse Live-Jazz. So etwas bekommt man sonst vielleicht noch in New Orleans oder Chicago. Die Band spielt Mittwoch bis Samstagabend ab 21 Uhr. Tipp: Rechtzeitig da sein, der Laden wird schnell voll.
Adresse: 11A Ashley Rd, Exit L5 in Tsim Sha Tsui MTR Station

Wooloomooloo Roof Top Bar (256 Hennessy Road; Wan Chai): mein Liebling unter den Rooftop Bars.

Auch gut: Ozone im Ritz Carlton (ICC Tower) in Kowloon, Red Bar auf dem Dach der ICC Mall am ICC Tower