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Bon dia – Willkommen in der Karibik.

Von Sonne, Stränden, super blauem Wasser und vielem mehr.

7 Grad über Null, eine dicke Wolkendecke, leichter Nieselregen - obwohl ich Stuttgart richtig gern hab, freue ich mich bei diesem Endwinterwetter mit vollgepackten Koffern im ICE auf dem Weg Richtung Düsseldorfer Flughafen zu sitzen.

10 Stunden Flugzeit später, 20 Grad wärmer, mit ein paar süßen Miniwölkchen am Himmel und einer erfrischenden Brise begrüßt uns die holländische Karibik. Damit sind die drei Hauptinseln Aruba, Bonaire und Curacao der perfekte Fleck, um sich eine Pause von der Kälte zu gönnen und mit ausgedehnten Sonnenbädern auf den kommenden Sommer in Deutschland vorzubereiten.

Beste Voraussetzungen gibt’s hier nicht nur, um am Strand rumzuliegen und zu faulenzen. Auch für ausgedehnte Touren durch Nationalparks, für's Schnorcheln in wunderschönen Buchten und vieles mehr sind die Inseln zu haben.

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Erste Station: Curacao

Wir starten in Willemstad – Curacao’s Hauptstadt. Unser Hotel liegt mitten im PieterMaai-District – einem fast alternativen Viertel der Stadt mit vielen bunt angemalten Fassaden, hinter denen man gute Bars mit Live-Musik findet. Auch alles Sehenswerte erkunden wir von hier aus bequem zu Fuß.

Fast auf jeder Postkarte zu sehen: Die Königin-Emma-Brücke. Die schwimmende Brücke verbindet Willemstad's Stadtteile Otrabanda und Punda.

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Leckeres frisches Obst und Gemüse: Händler bringen ihre Ware vom venezuelischen Festland auf Booten nach Willemstad und bilden hier den schwimmenden Markt (engl. Floating Market).

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Plaza Bieu: In diesem Gebäude trifft man sich um die Mittagszeit. Feine einheimische Gerichte kommen hier auf die Tische.

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Um zu den schönen Buchten und Stränden Curacao’s zu gelangen, braucht man ein Auto. Es gibt zwar Busse auf der Insel, mit denen man günstig von A nach B kommt. Aber Busfahren kostet viel Zeit und man erreicht nicht jede Ecke. Tipp: Am besten schon vor der Ankunft drum kümmern: Denn die meisten CarRental-Firmen bieten einen kostenfreien Abholservice an. So spart man zum Beispiel schon die 50 Antillen-Gulden (umgerechnet ca. 25 Euro) für's Taxi vom Flughafen in die Stadt. Unschlagbar ist natürlich auch der öffentliche Bus nach Willemstad für zwei Antillen-Gulden: Dieser kommt irgendwann, aber sicher einmal pro Stunde am Flughafen vorbei. Die Fahrzeit beträgt ca. 50 Minuten.

Strände auf Curacao

Weil unsere Haut dringend ein bisschen Farbe braucht, machen wir uns auf den Weg zum Playa Cas Abao (Eintritt: 10 Antillen-Gulden pro Auto) und zum Playa Porto Mari (Eintritt und Liege p.P.: 10 Antillen-Gulden) – traumhafte Sandstrände mit türkisblauem klaren Wasser im Nordwesten der Insel. Der Playa Porto Mari gefällt uns fast noch ein bisschen besser, da man hier beim Schnorcheln auch ein paar Fische sieht und es mehr freie schattige Plätze unter Palmen gibt.

Aus den gleichen Gründen steht auch der Blue Bay Beach (Eintritt: 15 Antillen-Gulden) ganz oben auf unserer Bestenliste. Vom großen und kleinen Knip (kostenlos), die in vielen Rankings auch als schönste Strände auftauchen, waren wir nicht ganz so angetan. Hier ist das Wasser zwar auch postkartenblau und der Sand richtig weiß, aber Schutz vor der Sonne bieten direkt am Strand nur vereinzelte Schirme. Am Wochenende sind die beiden Knips bei Einheimischen sehr beliebte Barbecue-Plätze.

Playa Cas Abao

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Playa Porto Mari

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Blue Bay Beach

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Grote Knip

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Ein paar Restaurant-Tipps für Curacao (Willemstad)

Kome: Ob saftiges Rindersteak, ein zartes Stück Lamm oder frischer Fisch: Im Kome findet man abwechslungsreiche feine Gerichte. Und immer donnerstags werden leckere Tapas serviert. Einziger Nachteil: Wir konnten leider nur drinnen sitzen. komecuracao.com

Brasserie Chapter: Hier gibt es gutes Fleisch und feinen Fisch (immer donnerstags direkt vom Grill) im gemütlichen Ambiente einer ehemaligen Kapelle – einfach richtig gut. brasseriechapter.com

Ginger: Tolles Ambiente, sehr gutes asiatisches Essen, Service ist hier leider nicht ganz so freundlich wie bei den beiden Vorgängern. gingercuracao.com

Weiter geht’s – Nächster Stopp: Aruba

„Aruba? You must be rich!“, mutmaßt der Taxifahrer als wir ihm berichten, warum wir gerade auf der Rückbank seines Toyotas sitzen und zum Flughafen wollen. Als wir am gleichen Abend einen Blick auf die Karte des Restaurants neben unserem Hotel auf Aruba werfen, schießt uns direkt sein Spruch wieder in den Kopf: Hauptgerichte starten bei 40 US-Dollar plus, sogar die Caprese gibt’s nicht unter 18 US-Dollar. Die meisten Restaurants richten sich hier an Touristen mit Lust für's Essen und Frühstücken ein bisschen mehr auszugeben, selbst die oft günstigen Italiener rufen auf Aruba saftige Preise auf.

Wie gut, dass Aruba auch als das Miami der Karibik gilt. Und man einfach an jeder Ecke Wendy’s, KFC, MC Donald’s, Subway und all die anderen Fast-Food-Riesen findet. Und obwohl es viele Gründe dagegen gibt, gibt es auch einen dafür, nämlich: dass hier auch der Geldbeutel mal einen Augenblick durchatmen kann. Kurz: das kulinarische Preis-Leistungs-Angebot auf Aruba ist kein Grund, um dafür ans andere Ende der Welt zu reisen.

Umso besser gefällt uns das, was die Insel sonst noch zu bieten hat, zum Beispiel ihre wilde Ostküste. Hier liegt unter anderem der beeindruckende Natural Pool. Da unser Mietwagen nicht offroad-geeignet ist, laufen wir das letzte Stück (45 Minuten von der letzten Parkmöglichkeit). Auch die Natural Bridges – vom Wasser geformte Brücken – findet man an der Ostküste. Dahin kommen wir über den L.G. Smith Boulevard. Ab Höhe Leuchtturm (California Lighthouse) wird aus der Straße ein Schotterweg. Auf dem fährt man direkt am Meer entlang – absolut empfehlenswert.

Natural Pool

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Strände auf Aruba

Entspannt baden geht man auf Aruba an der ruhigeren Westküste. Hier gefällt uns der:

Baby Beach: sehr natürlich mit türkisblauen Wasser, Schatten unter Bäumen

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Arashi Beach: schöner Strand mit natürlichem Schatten unter Palmen

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Eagle Beach: toller Sandstrand mit Liegen und Schirmen, nichts zum Schnorcheln

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Bonaire – Lieblingsinsel zum Schnorcheln

Die besseren Strände gibt es auf Aruba und Curacao. Bonaire bietet dafür definitiv die schönsten Buchten sowie Plätze zum Schnorcheln und Tauchen (wobei ich zum Tauchen nichts sagen kann, da wir nur schnorcheln). Entlang der Westküste findet man alle 100 Meter einen gelben Stein, der ein neues Tauch- und Schnorchelgebiet markiert. Wir halten bei "Andrea 1" und "1000 Steps" - beide sehr zu empfehlen.

Auch Kleinbonaire, eine vorgelagerte Koralleninsel, ist ein sehr beliebtes Schnorchelrevier. Mit dem Wassertaxi fahren wir vom Hafen Kralendijks, der Hauptstadt Bonaire’s, ungefähr eine halbe Stunde. Direkt vor der kleinen Insel beginnt ein Korallenriff, in dem viele Fische leben: Kaiserfische, Papageienfische, Kofferfische, Doktorfische und einige mehr. Gelegentlich trifft man hier auch Schildkröten. 

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Absolut empfehlenswert ist auch eine Tour durch den Washington-Nationalpark Bonaire’s. Hier fährt man an der Küste entlang und sieht beeindruckende Felsformationen. Natürlich kann man in gekennzeichneten Buchten auch Schnorcheln gehen.

Suplado (Blow Hole) im Washington Nationalpark

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Boka Chikitu

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Nach ereignisreichen Tagen im Wasser, lassen wir die Abende an der Promenade Kralendijk’s ausklingen. Hier findet man tolle Restaurants mit leckerer Küche.

 

 

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